Einige Worte über mich

Mit nicht einmal 30 Jahren hatte ich bereits eine Krankenakte, um die mich mancher Siebzigjährige nicht beneidet hätte.

Migräne, schwere Allergien, Hauterkrankungen, Muskel- und Gelenkschmerzen gehörten über viele Jahre zu meinem Alltag. Dazu kamen Medikamente, Spritzen und immer neue Behandlungsversuche. Manches half kurzfristig. Wirklich gesund wurde ich davon nicht.

1995 kam ein kompletter Meniskusriss  im Knie hinzu. Für mich als ehemaligen Leistungssportler war das mehr als eine Knieverletzung. Mein Sport war praktisch beendet. Mit dem kaputten Knie, den Muskelschmerzen und der Migräne war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich wusste: so kann es nicht weitergehen.

Das Merkwürdige daran: Medizin war mir keineswegs fremd. Ich bin in einer Ärztefamilie aufgewachsen. Schon als Jugendlicher durfte ich Blutdruck messen, Medikamente in der Roten Liste nachschlagen und ausgelesene Ärzteblätter studieren. Ich hatte großen Respekt vor der klasssichen Medizin und habe ihn in vielen Bereichen bis heute.

Aber ich musste am eigenen Körper lernen, dass medizinisch behandelt zu werden nicht automatisch bedeutet, gesund zu werden.

Diese Erfahrung hat meinen weiteren Weg bestimmt.

Nicht gegen Medizin – sondern für bessere Medizin

Ich begann nach Antworten zu suchen, die über die nächste Tablette hinausgingen.

Dabei ging es mir nie darum, die klassische Medizin pauschal abzulehnen. Ein Antibiotikum kann notwendig sein. Eine Operation kann Leben retten. Ein Schmerzmittel kann in einer akuten Situation ein Segen sein.

Aber bei chronischen Beschwerden stellt sich eine andere Frage:

Warum ist der Mensch überhaupt krank geworden und was muss sich verändern, damit der Organismus wieder besser regulieren kann?

Eine der ersten Methoden, die bei mir einen deutlichen Unterschied machte, war das Heilfasten. Rückblickend war es eines der wichtigsten Heilverfahren auf meinem eigenen Weg. Nicht, weil Fasten alles heilt, sondern weil ich zum ersten Mal erlebte, dass mein Körper mehr konnte, als man ihm offenbar zugetraut hatte.

Aus dieser Erfahrung entstand später meine Webseite Gesund-Heilfasten.de. Aus einer kleinen Anleitung mit ursprünglich zwölf Seiten wurde über die Jahre ein umfangreiches Programm. Leser begannen irgendwann vom „Heilfasten nach René Gräber“ zu sprechen.

Geplant hatte ich das nicht. Es entwickelte sich, weil immer mehr Menschen dieselben Fragen stellten.

Vom Leistungssport zur Naturheilkunde

Mein beruflicher Weg führte zunächst nicht direkt in die Naturheilpraxis.

Ich studierte Pädagogik mit den Nebenfächern Soziologie und Psychologie und ergänzte später Sportwissenschaft. Als ehemaliger Leistungssportler lag mein Schwerpunkt zunächst im Sport-, Trainings- und Fitnessbereich.

Doch auch dort holte mich die Medizin wieder ein.

Zuerst waren es Sportverletzungen. Um Athleten besser betreuen zu können, folgten Ausbildungen in Sportphysiotherapie und medizinischer Trainingstherapie. Bald kamen jedoch immer mehr Menschen zu mir, deren Beschwerden nichts mit einer typischen Sportverletzung zu tun hatten.

Sie hatten Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Erschöpfung, chronische Entzündungen oder andere Beschwerden. Und sie stellten Fragen, auf die die reine Trainingslehre keine ausreichende Antwort hatte. Und auch diese Menschen fanden in der Schulmedizin keine dauerhafter Hilfe.

Also suchte ich weiter.

Ich beschäftigte mich erneut intensiv mit medizinischen Fächern (Uni Kiel), absolvierte parallel die Ausbildung zum Heilpraktiker und erlernte verschiedene Naturheilverfahren. Dazu gehörten unter anderem Phytotherapie (Heilpflanzen), Neuraltherapie, chiropraktische und fasziale Techniken (aus der Osteopathie), orthomolekulare Medizin und vor allem auch klassische Homöopathie.

Seit 1998 arbeite ich nun in eigener Naturheilpraxis.

Was mich die Praxis gelehrt hat

Über mehr als 15 Jahre leitete ich außerdem ein Therapie- und Sportzentrum mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie. Dort haben wir jährlich zehntausende Behandlungen durchgeführt. In dieser Zeit habe ich viel gelernt. Vor allem dies:

Lehrbücher sind wichtig; Studien sind wichtig; Fortbildungen sind wichtig.

Aber am Ende entscheidet der Patient, ob eine Methode „funktioniert“.

Menschen kommen selten mit einem einzigen „abgegrenzten Problem“. Beispiel: der Rücken schmerzt, gleichzeitig ist der Darm gestört. Der Schlaf ist schlecht, die Muskulatur verspannt, das Immunsystem gereizt und der Stoffwechsel aus dem Takt.

Wer nur auf die Stelle schaut, an der es weh tut, sieht oft zu wenig.

Deshalb arbeite ich heute vor allem mit Menschen, die unter chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden leiden. Zu meinen Schwerpunkten gehören die allgemeine und spezielle Schmerztherapie, sowie die naturheilkundliche Begleitung bei Allergien, Immunerkrankungen, Leber- und Darmerkrankungen, aber durchaus auch seltene Erkrankungen, bei denen kaum jemand Rat weiß.

Meine Überzeugung

Ich glaube nicht an die eine Methode, die jedem hilft.

Ich glaube auch nicht, dass „natürlich“ automatisch harmlos oder wirksam bedeutet. Naturheilkunde muss sich ebenso kritischen Fragen stellen wie die klassische Medizin.

Meine Arbeit beginnt deshalb nicht mit der Frage:

Welches Mittel geben wir?

Sondern möglichst mit der Frage:

Was hält diesen Menschen davon ab, wieder besser zu regulieren?

Manchmal liegt die Antwort in der Ernährung. Manchmal im Darm, in der Leber, im Schlaf, im Bewegungsmangel, in einer chronischen Belastung oder in Medikamenten. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.

Ein Therapeut heilt den Menschen nicht. Er kann untersuchen, ordnen, behandeln, erklären und Anstöße geben. Die eigentliche Heilungsarbeit leistet der Organismus.

Das ist für mich der Kern des alten Satzes:

Medicus curat, natura sanat.
Der Arzt behandelt, die Natur heilt.

Warum ich schreibe

Schon früh wurde klar, dass ich nur einen kleinen Teil der Menschen persönlich in meiner Praxis sehen kann.

Gleichzeitig erreichten mich immer mehr Fragen: zum Fasten, zu chronischen Beschwerden, zu Medikamenten, Laborwerten, Vitalstoffen und naturheilkundlichen Verfahren.

Deshalb begann ich zu schreiben.

Aus einzelnen Beiträgen entstanden über die Jahre mehrere Gesundheitsportale, Bücher, Newsletter, Online-Kurse und Foren. Mein Ziel ist dabei bis heute dasselbe:

Ich möchte medizinische und naturheilkundliche Zusammenhänge so erklären, dass Menschen bessere Entscheidungen treffen können.

Nicht jeder Leser muss meiner Einschätzung folgen. Aber jeder sollte die Möglichkeit haben, Argumente zu verstehen, Fragen zu stellen und verbreitete Behauptungen kritisch zu prüfen.

Gesundheit beginnt nicht erst mit einer Behandlung. Sie beginnt häufig mit einer besseren Frage.

Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an: 

Danksagung

Zum Schluss möchte ich noch einige Worte des Dankes loswerden: Besonderer Dank gilt meiner Familie, die mich all die Jahre immer sehr unterstützt hat und mich teilweise (auch in meiner wenigen Freizeit) viel zu oft nur vor dem Computer gesehen hat. Meinen drei Söhnen bin ich sehr dankbar, dass ich Ihr Papa sein darf.

Ich danke allen Kollegen: Heilpraktikern, Ärzten, Physiotherapeuten, Masseuren und Sportwissenschaftlern von denen ich in all den Jahren lernen durfte und darf. Ich versuche diese Erkenntnisse und das Wissen in ihrem Sinne weiterzugeben. Aber: neben unzähligen Ausbildungen und Fortbildungen sind und waren die Patienten meine wichtigsten Lehrer, welchen ich den größten Dank schulde.

Und ein ganz herzlicher Dank geht an alle meine Leser! Danke für das Vertrauen und die Geduld die sie für mich aufbringen.